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Dieser österreichische Gartenblog beinhaltet Gartentipps für Blumen, Gemüse und Gärtnern im Topf, interessante Buchvorstellungen und Einblicke in Salzburgs unvergleichliche Natur.

Dienstag, 30. November 2010

Graz - meine Heimatstadt/my hometown!

By On 21:46
Nachdem im Garten gerade nicht viel los ist - die letzten Blüten sind durch den ersten, richtigen Frost erfroren; der Miniteich ist noch nicht zugefroren; den restlichen Pflanzen geht es noch ganz gut - dachte ich mir es ist doch ein guter Zeitpunkt meinen Bloglesern Graz vorzustellen. Wer von Euch kannte Graz bereits? Ward Ihr schon einmal hier, wenn ja, hat es Euch gefallen?
Graz ist die Landeshauptstadt des Bundeslandes Steiermark im Süden von Österreich. Es ist die zweitgrößte Stadt Österreichs, aber wesentlich weniger bekannt als Wien, Innsbruck oder Salzburg - tja, Mozart war nie hier, auch die Habsburger fanden Graz nicht ganz so spannend und es ist nicht von so hohen Bergen umgeben wie Innsbruck. Aber dennoch kann Graz auf eine lange Geschichte zurückblicken, Höhen und Tiefen inklusive.
Übrigens Graz ist geprägt von einer Inversionswetterlage, dass heißt bei uns ist es zwar deutlich milder als im Umland, aber dafür ist die Luftqualität schlechter, weil kaum Wind geht. Andererseits wachsen dadurch am Schloßberg Pflanzen, die man sonst erst viel weiter südlich findet. Ausgepflanzte Feigenbäume stellen hier keine Seltenheit dar.
Momentan ist Graz mehr oder weniger tief verschneit und ich nehme Euch jetzt mit auf einen kleinen Spaziergang durch die Stadt:

At the moment nothing quite exciting is happening in my garden - the last flowers freezed to death by the first frost;  my mini-pond hasn't freezed up until now; the rest of my plants, which are staying outside through the winter, are still fine. So I thought it would be a good time to tell my blog-readers something about Graz. Did someone  know Graz before? Have you ever been in Graz? If you did so, did you enjoy it?
Graz is the capital of the province Styria in the south of Austria. It's the second biggest city in Austria, but not so famous like Vienna, Innsbruck or Salzburg - well, Mozart had never been there, also the Habsburgs were not so interested in that town and it's not surrounded by high mountains like Innsbruck. Anyway Graz can look back to a long history, including ups and downs.
By the way Graz is embossed by an inversion, that means here the weather is warmer than in the surroundings, therefor the air quality is worse, because there is nearly no wind. Otherwise, benefited by that weather, there grow plants at the Schlossberg, that actually prefer southernly regions. Bedded out figtrees are not so seldom.
Now I will take you on a short trip across Graz:

Wahrzeichen der Stadt: der Uhrturm
the town's landmark: the Clocktower


über den Dächern von Graz - links die Stiegenkirche
above the rooftops - on the left the "Stiegenkirche"


die Herz-Jesu-Kirche, das höchste Gebäude von Graz
Herz-Jesu-Church, the highest building in Graz


cathedral



Uhrturm
clocktower




Sporgasse


Herrengasse


Hauptplatz - links das Rathaus
main square - on the left the guildhall

Montag, 29. November 2010

Der erste Schnee ... The first snow!

By On 22:08
Nachdem in allen Gartenblogs schon so wunderschöne Bilder vom ersten Schnee 2010 zu sehen waren, muss ich natürlich nachziehen, denn schließlich habe ich gestern auch fleißig fotographiert. Ist es nicht herrlich - pünktlich zum 1. Advent gibt es ein Italientief und damit Schnee in Graz, etwas das nicht oft vorkommt. Die Stadt selbst hüllte aufgrund der weißen Pracht in ein ganz besonderes Flair. Die Stimmung war perfekt für den alljährlichen Perchtenumzug in der Altstadt, welchen es nicht zu verpassen galt. Allerdings nach etwa zwei Stunden im freien bekommt man richtige Eiszapfen als Zehen, da hilft leider das beste Schuhwerk nichts. Also was tun, wenn man trotzdem noch nicht nach Hause gehen will - am Christkindlmarkt ein Häferl Glühwein trinken, das wärmt von innen!

Today I could see so nice pictures from the first snow in 2010 in nearly every garden-blog I know, so I'm almost forced to show you my own pictures. I made them yesterday in the evening. Isn't it fine - exactly on the first sunday of Advent there comes a low from Italy and brings snow to Graz, something that happens not so often. The city wraped itself in a very special air. The atmosphere was perfect for the annual "Perchtenumzug" in the historic city centre - a special event you should not miss. However after about two hours outside, you get really cold toes - the best footgear can't help you in that situation. But if you still don't want to go home, you can buy a cup of mulled wine at the Christmas Market - it warms you from inside!









Heute in der Früh!
Today in the morning!



Vanillekipferl
Sand tarts


Lebkuchen
Gingerbread

Roter Brenner oder doch Milben am Ritterstern ... does my Amaryllis suffer from red blotch or mites?

By On 13:38
Vor einigen Tagen habe ich bei Hofer (Aldi) verschiedene Rittersterne gekauft. Einige der angetriebenen Zwiebeln im Geschäft zeigten rote Streifen an den Stängeln und Knospen (Blätter sind ja noch keine da), obwohl ich damals noch nichts von speziellen Pilzkrankheiten oder Schädlingen an diesen Pflanzen wusste, ließ ich die Finger von diesen Exemplaren. Mittlerweile bin ich gerade in solchen Fällen sehr vorsichtig geworden, denn man kann sich so vieles zu Hause einschleppen, was man Ende nur wieder schwer oder gar nicht los wird. Kurz nach dem Kauf fand ich einen Artikel über Hippeastrum in einer Gartenzeitschrift, welcher darauf hinwies, dass gerade Rittersterne gerne am "Roten Brenner", ausgelöst durch den Pilz Stagonospora curtisii, leiden, welcher sich anfangs durch rote/bräunlich rote Streifen/Flecken  an den Blütenstielen oder sonstigen Pflanzenteilen inklusive der Zwiebel selbst zeigt und mit der Zeit das befallene Gewebe zum Absterben bringt. Übrigens der "Rote Brenner" beim Wein wird durch einen anderen Pilz ausgelöst, nämlich diesen: Pseudopezicula tracheiphila - also nicht verwechseln!

Leider hatte ich mich zu früh gefreut, denn eine meiner drei gekauften, anscheinend gesunden, Pflanzen zeigte nun auch diese "typischen" roten Streifen an der Blütenknospe. Daraufhin machte ich  mich auf die Suche um vielleicht ausführlichere Informationen über diese Pilzerkrankung zu finden. Dabei zeigte sich schon bald die Komplexität dieses Themas. So können neben dem Roten Brenner auch Milben ein ähnliches Schadbild hervorrufen. Außerdem ist es möglich, dass die Milben die Pflanze überhaupt erst mit dem Roten Brenner infizieren. Will man daher bei der Bekämpfung erfolgreich sein, muss man zum einen den Pilz bekämpfen und zum anderen die Milben, tut man dies nicht, ist ein erneuter Befall sehr wahrscheinlich.
Als Gegenmaßnahme wird häufig ein Heißwasserbad für die Zwiebeln empfohlen, anschließendes einsprühen mit einem gegen Milben wirksamen Mittel und diverse Anti-Pilzpräperate. Alles zusammen wahrscheinlich wesentlich teurer als eine neue Zwiebel - sie kosteten mich gerade mal Euro 3,99 samt Topf pro Stück. Doch ist dies eigentlich sofort notwendig, wenn man nur einzelne rote Flecken an der Amaryllis findet?
Nein, wohl nicht, denn auf jede Verletzung, die ihr zugefügt wird, reagiert die Pflanze mit roten Flecken/Streifen bzw "Narben". Dies ist vollkommen normal und muss nicht sofort ein Anzeichen für den Roten Brenner samt oder ohne Milben sein. Eine Infektion mit dem Roten Brenner liegt aber sehr wohl dann vor, wenn sich die Flecken zu vergrößern beginnen, mehr werden, später ineinander verfließen und betroffene Pflanzenteile absterben oder nur noch kümmerlich vor sich hinwachsen.

Eine einfache Verletzung kann in meinem Fall durchaus möglich sein, denn im Geschäft gehen oftmals die Kunden selbst nicht sehr sorgsam mit den angebotenen Artikeln um. Daher werde ich meine betroffene Pflanze erst einmal gut beobachten, bis jetzt sind die zwei Flecken weder größer geworden, noch haben sie sich, zumindest für mich wahrnehmbar, in der Farbe (jetzt sind sie ja hellrot) verändert. Es zeigen sich auch keine Wachstumsstockungen noch Deformierungen. Sollte sich dies ändern, werde ich ein Update machen.

Was meint Ihr?
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A few days ago I bought at Hofer (Aldi) some differently blooming kinds of Amaryllis. Some of the bulbs in the store - where you could already see the tops of their buds and in some cases even parts of the stems - had strange red stripes or spots. At that time I didn't know anything about special fungal diseases or vermins that can be found on those plants. As a precaution I didn't take one of those "infected" ones, because in the meantime I have become very carefully about things like that - nothing is easier than to bring in deseases that you hardly or even never can get rid of. A short time later I found an articel in a garden journal  about Hippeastrum. It pointed out, that Amaryllis plants often get infected by the "Red Blotch", which is caused by a fungus called Stagonospora curtisii. Characteristic indications of the existence of the fungus are exactly these red/red brown stripes or spots on stems, buds, leaves or the bulbs themselves.  They become bigger and elapse into each other and the upgrowth of the plant is just beggarly. In the end the infected tissue dies off. If you get a bad break, you have to dispose the bulbs/plants. 
Unfortunately one of my Amyrillis also showed  some red spots - I found them on the bud. What a bummer! Have I got up my hopes to soon? Didn't I buy just healthy bulbs? I thought, I had scrutinized all my plants before buying them. Now it was to late, wasn't it? So I tried to find out some more information about the Red Blotch. That issue was more complicated in the end than I have thought at first, because also mites can cause such a damage. Furthermore it is possible that in the first place the mites have infected the Amaryllis with the fungus. So you have to fight against the mites and the fungus, otherwise a new infection is pre-programmed. Therefore you can put the bulbs into hot water at first, when they are dry again you can inject the bulbs with a pesticide that is good for mites. For the fungus itself you can buy an effective fungicide. Probably all these tings are more expensive than to buy a new bulb - I have paid just Euro 3,99 for one - the pot included. But in fact, is it necessary to be afraid of the Red Blotch immediately? No, because every simple injury that is caused to the Amaryllis shows up in red stripes or spots - comparable to scars. 


In my own case a simple injury is easily possible, because in the supermarket not every customer takes care about the things around him. So, at first I just will watch my Amaryllis. If something changes, i will post an update.

Freitag, 26. November 2010

Besuch im Botanischen Garten Graz .... Visiting the Graz Botanic Garden!

By On 09:14
Gestern war der richtige Tag für einen Besuch im Botanischen Garten. Da er nicht weit von uns zu Hause entfernt liegt, kann ich ihn auch gut zu Fuß erreichen. Das letzte Mal war ich im Sommer vor einem Jahr dort, eigentlich sehr schade, denn es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken. Gegliedert ist er in einen Außenbereich, der unter anderem eine Sammlung von verschiedenen Weinstöcken, Feigen, Bäumen, Sträuchern, Arzneipflanzen und seit einiger Zeit auch einen Bauerngarten und ein Alpinum enthält. Daneben gibt es noch einen Gewächshausbereich, welcher ein Tropenhaus, ein Temperierhaus mit einem eigenen Teil für Sukkulenten sowie ein Kalthaus umfasst.
Es ist Ende November, vielleicht nicht ganz die richtige Zeit für einen Besuch, zumindest was das Freigelände anbelangt, denn dort liegt schon alles sorgfältig zurück geschnitten im Winterschlaf. Als Entschädigung dafür gibt es dafür im Innenbereich um so mehr zu sehen. Momentan blühen  wunderschöne Camelien, sie strahlen geradezu mit den Strelitzien um die Aufmerksamkeit des Besuchers. Weiters blühen der Immergrüne Schneeball und ein Großes Fettkraut. Im Tropenhaus wachsen Bromeliengewächse, genau genommen zwei Ananas-Sorten, um die Wette - wer von ihnen beiden wird am Ende wohl die größere Frucht hervorbringen?

Eigentlich wollte ich ein bisschen mehr über die Geschichte des Botanischen Garten schreiben, allerdings gibt es dazu recht wenig Literatur. Die ausführlichsten Informationen habe ich auf der Universitätsseite selbst gefunden: hier klicken! Es lohnt sich den Punkt Bildergalerie genauer anzuschauen, dort finden sich auch Informationen zum alten Gewächshaus - sehr interessant! Wer wissen möchte, was so alles im November blüht, kann im Reiter für Aktuelles nachsehen.

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Yesterday it was perfect to visit the botanical garden in my city. The weather was fine, not so cold and foggy like today. The botanical garden is located in my neighbourhood, so I have to walk just a few minutes and I'm there. In summer of 2009 it was the last time that I have seen the garden - actually quite a shame, because you can discover so many new things at each visit. To the botanical garden belongs a greenhouses and  an outdoor area, which consits of miscellaneous collections of trees, bushes, figs, vines and medicinal plants. Since a short time there is also a "Bauerngarten" (a special kind of garden, that is created in the stile of central european farmers, more precisely a mixture of an ornamental garden and a kitchen garden) and an "Alpinum" (a garden where you can find just Alpin plants). The greenhouse is divided in an area for tropical plants - it's quite hot and wet there; a tempered area - there you can see many different kinds of succulents and a cold house, which is mainly used for overwintering mediterranean container plants.
Now we have November, maybe it is not the best time to visit the botanical garden, especially if you  focus on the outdoor area, because everything there is cut back  and seems to be fallen into hibernation. But in the greenhouse you can find a lot of treasures. Currently there are wonderful Camellia blooming, they gleam for the bet with some Strelitzia. Beside that you can find flowering Virburnum burkwoodii and Sedum telephium. In the tropical area there are some remarkable bromeliads - two varieties of pineapples try to outdo each other - so which one of them will have the bigger fruit in the end?


Actually i wanted to wright more about the history of the botanical garden, but the problem is, you find nearly no information. The only site that provides some information is the homepage that belongs to the Karl Franzens University itself - if you are interested click here (no worry, it's in English)!

Sonntag, 21. November 2010

Topfgemüse 2010

By On 19:12
Heute ist ein richtiger Novembertag - regnerisch, kalt, die Gemüsesaison 2010 ist endgültig vorbei! Ein perfekter Zeitpunkt das vergangene Gartenjahr einmal Revue passieren zu lassen. Die wohl größte Neuerung im Garten war das kleine Gemüsebeet inklusive Folienhaus von Lidl, welches entgegen der vielen im Internet zu findenden Forenbeiträge Wind und Wetter unbeschadet überstanden hat - keine Risse in der Folie und keine kaputten Reißverschlüsse. Auch der aufgestellte Schneckenzaun hat sich bewährt und eine Nacktschneckeninvasion im kleinen Beet verhindert. Doch der Großteil des Gemüseanbaus erfolgte, wie auch schon letztes Jahr, im Topf.
Natürlich habe ich wieder einige neue Tomaten-, Paprika-, Zucchini- und Kürbissorten ausprobiert, wenn auch weniger als erhofft, denn bei den meisten gekauften Gemüsepflänzchen stimmten die Schildchen nicht, daher bleibt mir für kommendes Jahr wohl nichts anderes übrig, als speziellere Sorten selber anzuziehen. 

Wettermäßig ging es 2010 ziemlich chaotisch zu. Zum einen war es sehr lange kalt, wenn ich mich recht erinnere zog sich der Winter bis in den Mai hinein. Als es endlich wärmer wurde, kam der Regen. Dieser wurde von einer drei bis vier Wochen lang andauernden Hitzewelle mit Höchstemperaturen bis 36°C abgelöst.  Auf mich wirkte es ohnehin so, dass nach dieser besagten Hitzewelle unübersehbar der Herbst einsetzte. Die Blätter an den Bäumen begannen sich zu verfärben und die ersten Herbstblumen zeigten sich - viel zu früh! Fast so, als hätten die Pflanzen während der heißen Tage alles gegeben und wären nun am Ende ihrer Kräfte. Danach wieder Regen, nochmals Regen und nochmals Regen - inklusive kalten Nächten. 
Wahrlich keine guten Voraussetzungen für den Gemüseanbau - es fehlte schlicht und einfach eine konstante, warme Schönwetterperiode. Aber das Wetter muss man nun einmal so nehmen, wie es kommt.

Auberginen
Mit den Auberginen hatte ich dieses Jahr überhaupt kein Glück. Ich probierte es mit einer kleinen, runden Aubergine, einer angeblich weißen Sorte, die dann aber doch violett war und einer ganz normalen Standardsorte. Insgesamt bildeten sich zwei Früchte, wovon aber beide nicht ausreiften. Darüberhinaus machten sich über die Pflanzen Spinnmilben her und ich bekam dieses Problem ehrlich gesagt nicht mehr in den Griff, obwohl ich mir extra ein Bio-Spritzmittel zugelegt hatte. 

Bohnen
Bohnen baute ich heuer zum ersten Mal an. Ich entschied mich für "Borlotto Rosso"-Bohnen und "Feuerbohnen". Allerdings machte ich beim Anbau einen entscheidenden Fehler, indem ich die Pflanzen geschützt unter dem Dachvorsprung aufstellte. Bohnen mögen das überhaupt nicht, sie kümmerten vor sich hin und es gab bei den Borlotto-Bohnen nur vereinzelt Blütenbildung, bei den Feuerbohnen überhaupt keine. Dies änderte sich schlagartig, nachdem ich die Töpfe ins "Freie" gerückt hatte und die Bohnen Wind und Regen ausgesetzt waren. Ab diesem Zeitpunkt blühten sie unaufhörlich und wuchsen dem Himmel entgegen. 

Chilis
Meine Chili-Zucht lieferte genügend Schoten um Chili-Pulver herzustellen. Außerdem sind Chilis wie Paprika recht unempfindlich gegen Schädlinge und Krankheiten. Einziges Manko war das kalte Wetter, dadurch verzögerte sich die Blüte locker um drei Wochen. In der ganzen Saison traten immer wieder Wachstumsstockungen aufgrund von Schlechtwetterperioden auf.

Gurken
Bei den Gurken gab es heuer zum ersten Mal eine gute Ernte. Dies ist wohl auf den veränderten Standort zurückzuführen. Standen sie früher auf der eher ungünstigen Nord-West-Seite des Hauses, habe ich sie heuer auf die Süd-West-Seite gestellt und bekam als Dank zahlreiche Gurken. Einzig und allein die Schlangengurken und die Weiße Gurke (beide standen im Folienhaus) wollten nicht so recht. Letztere wurde überhaupt schon als kleines Pflänzlein vom Mehltau dahingerafft. Dabei hatte ich mich auf diese außergewöhnliche Gurkensorte besonders gefreut.

Kartoffeln
Nachdem der Kartoffeltopf letztes Jahr ein voller Erfolg war, durfte er natürlich dieses Jahr auch nicht fehlen. Angebaut habe ich zwei verschiedene Sorten: "Princess" (Supermarkt) und "Vitelotte" (Naschmarkt). Bei Princess gab es eine magere Ernte, nur ein paar winzige Knollen kamen zum Vorschein. Dafür war die Vitelotte für ihre Verhältnisse sehr ertragreich und blieb im Gegensatz zur Princess bis zum Ende gesund - keine Braun- und Krautfäule. 

Kürbis
Tja die lieben Kürbisse wollten heuer so überhaupt nicht. Aufgrund des Wetters gab es bis in den August hinein überhaupt nur männliche Blüten, weibliche Blüten zeigten sich nur vereinzelt. Kurz gesagt, es zeichnete sich schon sehr früh ab, dass die Ernte recht mau ausfallen wird. An zwei "roten Hokkaido"-Pflanzen bildete sich jeweils ein Minikürbis, der auch reif wurde. Beim Butternuss-Kürbis "Avalon F 1" gab es zwar mehrere Fruchtansätze, doch diese verfaulten noch alle an der Pflanze. Ein großes Problem stellte der Mehltau dar, welcher dieses Jahr ohnehin omnipräsent war. Eine dritte, gekaufte Hokkaido-Pflanze entpuppte sich  am Ende als Patisson-Kürbis. Auch hier dasselbe Problem - die ersten Fruchtansätze kamen sehr spät und gingen rasch wieder verloren. Nur eine einzige Frucht wurde größer.

Melonen
Im Frühbeet setzte ich auch diese Saison wieder Wasser- und Zuckermelonen an. Allerdings mit viel weniger Erfolg als im letzten Jahr. Die Pflanzen erkrankten wohl an der Bakterienwelke und waren nicht mehr zu retten. An den Blättern als auch an den Früchten waren überall braun-schwarze Flecken zu sehen, die immer größer wurden und schließlich ganze Pflanzenteile zum Absterben brachten. Schade, denn heuer hatte sogar die Zuckermelone Früchte angesetzt. 

Paprika
Neben ein paar gekauften Paprikapflanzen, zog ich diese Saison Blockpaprika und Naschzipfel aus den Samen von Supermarktfrüchten. Bei den Paprikapflanzen litten aber unter demselben Problem wie ihre Verwandten die Chilis, es war zu lange zu kalt.
Bei großfruchtigen Paprikasorten sollte man die erste Blüte unbedingt ausbrechen, denn ansonsten steckt die Pflanze die gesamte Kraft in nur eine einzige Frucht - es gibt kaum noch Wachstum und keine weiteren Blüten. Besonders gut konnte ich diesen Vorgang bei einer Tomatenpaprikastaude beobachten. Sie hatte bereits im Haus eine Frucht angesetzt, die ich nicht entfernte, obwohl die Pflanze noch relativ klein war - die Konsequenz war eine mickrige Pflanze, die ihren Kollegen ständig hinterherhinkte. Ein Punkt, den ich mir für das kommende Jahr unbedingt merken muss. 

Tomaten
Eigentlich wollte ich heuer unbedingt die Sorten "Grünes Zebra" (Green Zebra), "Schwarzer Prinz" und "Yellow Stuffer" ausprobieren, doch daraus wurde leider nichts, denn die Etiketten stimmten nicht und die Pflänzchen brachten jeweils kleine, runde Tomaten hervor, sie schmeckten zwar gut, waren aber nicht das was ich ursprünglich wollte. Die Sorte "Robin F1" schenkte mir überhaupt keine Früchte, ja nicht einmal eine Blüte; genauso war es auch bei der "Reisetomate" (sollte sie es wirklich gewesen sein). "Minibell", eine recht kleinwüchsige Tomatensorte, trug nur an einer Pflanze ein paar wenige Früchte. Besser sah es aus bei der Sorte "Goldene Königin", sie lieferte uns unermüdlich süße Früchte und erwies sich außerdem als ziemlich robust, denn bei ihr hatte der Mehltau keine Chance, obwohl er meine "Balkonstar" Tomaten fest im Griff hatte - heuer übrigens zum ersten Mal. Die "Johannisbeer"-Tomaten in gelb und rot hielten trotz des Regens lange der Braun- und Krautfäule stand, fielen ihr am Ende doch noch zum Opfer, genauso wie alle anderen Freilandtomaten. Die Früchte dieser Sorte sind aber wirklich sehr klein und eigenen sich vorwiegend zum dekorieren. Die gelbe Sorte ist ein wenig größer als die rote und schmeckt am Besten, wenn sich eine goldgelbe Färbung zeigt. 
Im Folienhaus hatte ich eine "San Marzano" aus Italien angebaut, ihr gefiel es bei mir allerdings nicht sonderlich gut und sie verabschiedete sich daher schon als Erste aus dem Tomatensortiment. Die "Red Pearshaped-" und "Yellow Pearshaped"-Tomaten lieferten hingegen einen sehr guten Ertrag. Ach ja, eine "Ochsenherz"-Tomatenpflanze hatte ich auch noch, sie brachte eine große Frucht hervor, das war es dann aber auch schon. Daneben gab es zahlreiche kleine Cocktailtomaten der Sorte "Supersweet 100 F1".
Generell blieben die Tomaten, welche sich im Folienhaus befanden, gesünder als jene im Freiland. Der Mehltau machte sich erst am Ende der Saison gemeinsam mit der Weißen Fliege bemerkbar, die Braun- und Krautfäule trat überhaupt nicht auf. Schade ist es nur, dass das Folienhaus und der Gemüsegarten relativ wenig Sonne bekommen und die Pflanzen dort etwas langsamer wachsen als jene an der Hauswand. Weiters bildeten sich heuer ganz unabhängig vom Standort die ersten Blüten/Früchte sehr spät. Bei manchen Sorten fielen die ersten Rispen sogar gänzlich ab. 

Zucchini
Auch bei den Zucchinis habe ich verschiedene Sorten ausprobiert, allerdings war bei keiner einzigen das Ergebnis zufriedenstellend. Die Sorte "Ronde di Nice" brachte nur eine einzige, brauchbare Frucht hervor. Alle weiteren waren aufgrund des Mehltaubefalls ungenießbar und begannen zum Teil noch im Jungstadium zu faulen - direkt an der Pflanze. Bei der Sorte "Diamant" lief es nicht besser - keine Spur von einer Zucchini-Schwemme. Weibliche Blüten wurden in beiden Fällen erst sehr spät angesetzt, dies lag aber wohl am Wetter. Es war zu lange zu kalt, dann zu heiß und später zu nass.

Nachdem ich bisher mein Gemüse immer einzeln in Töpfen angebaut habe - eine Pflanze pro Topf - möchte ich von diesem Prinzip in der kommenden Saison, so weit es möglich ist, abgehen. Statt der vielen einzelnen Töpfe, möchte ich lieber größere Kästen verwenden, damit ich genug Platz habe, die Hauptkulturen mit passenden Beikräutern zu unterpflanzen. Mein Ziel ist es, eine Mischkultur im kleinen nachzubauen. Vielleicht gibt es dann bessere Ernten? :)

Mittwoch, 17. November 2010

Zitronenblüte!

By On 22:13
Im Moment verströmen zahlreiche Blüten einer Zitronenpflanze einen herrlichen Duft im Wohnzimmer. Da man Gerüche aber virtuell noch nicht einfangen kann, sende ich Euch mit ein paar Bildern zitronige Grüße!




Vermehrung von Verpiss-Dich-Pflanzen durch Ableger!

By On 21:14

Vegetative Vermehrung von Verpiss-Dich-Pflanzen

Die "Verpiss-Dich-Pflanze", welche zur Gattung Plecthrantus gehört, ist leider nicht winterhart. Glaubt mir, ich habe die Überwinterung sogar einer geschützten Stelle versucht, sie überlebt es nicht. Da, die im Garten gesetzten Pflanzen jedoch über den Sommer ziemlich stark gewachsen sind und somit eine Überwinterung aller Verpiss-Dich-Pflanzen nicht in Frage kam, musste eine andere Lösung gefunden werden, um nicht im kommenden Jahr neue Exemplare kaufen zu müssen. 

Verpiss-Dich-Pflanzen Stecklinge

Im Internet bin ich über zahlreiche Artikel gestoßen, welche jeweils zu einer relativ einfachen Vermehrung via Stecklinge rieten (= vegetative Vermehrung). Nun gut, ich habe eine handvoll Stecklinge abgeschnitten, diese für ein paar Wochen in ein Glas mit Wasser gestellt, gewartet und heute perfekt bewurzelte Pflänzchen eingesetzt. Als Steckling habe ich einfach die jüngeren, etwas dickeren Triebe verwendet - nicht die bereits verholzten Teile.Wenn sich die Pflanze weiterhin als so pflegeleicht erweist wie bisher, sollte es kein großer Aufwand sein, sie auch noch über den restlichen Winter zu bringen.

Natürlich ist es auch möglich, von frisch gekauften Pflanzen Stecklinge abzunehmen und diese über den Sommer zu ziehen. So bekommt man aus einem Exemplar mit Glück vielleicht gleich zwei oder drei. Ein Teilen der Pflanze war bislang bei mir noch nie möglich, da sie meist nur mit einem Hauptstamm verkauft wird.

Verpiss-Dich-Pflanzen und Katzen

Die exotische Pflanze hilft mehr oder minder gut gegen Katzen, wenn man genug Exemplare davon pflanzt. Die Tiere mögen den Geruch nicht. Ich persönlich, finde ihn nicht schlimm und schon gar nicht störend. Es ist ein etwas herberer, spezieller Duft. Wenn man die Verpiss-Dich-Pflanze in Beete setzt, sollte man jedoch bereits im Vorfeld beachten, dass diese recht wüchsig ist und über einen stolzen Ausbreitungsdrang verfügt.

Verpiss-Dich-Pflanzen und Schnecken

Wirklich erfolgreich kultivieren konnte ich den Katzenschreck nur, wenn ein ausreichender Schneckenschutz vorhanden war. Die kleinen Schleimer haben eine große Vorliebe für diese Pflanze und raspeln sie innerhalb weniger Tage völlig kahl. Wer keine Lust hat sie mit Hilfe von Schneckenkorn am Leben zu halten, sollte sie eher hinter einem Schneckenzaun pflanzen.

Bis bald und baba!

Dienstag, 16. November 2010

Naschzipfelpaprika bei Hofer!

By On 22:22
Als ich heute bei Hofer einkaufen war, entdeckte ich in der Gemüseabteilung Naschzipfelpaprika in gelb, orange und rot. An ihnen konnte ich einfach nicht vorbeigehen, obwohl ich normalerweise nicht unbedingt zu Gemüse- und Obstprodukten aus Spanien greife. Die Paprika dienen in erster Linie zur Samenentnahme - klar, es ist zwar nicht die empfohlene Methode zur Samengewinnung, doch bis jetzt hat es immer ganz gut geklappt und es ist genau das gewachsen, was ich erwartet habe. Damit dürfte der Naschzipfelzucht im kommenden Jahr nichts mehr im Wege stehen.


Montag, 15. November 2010

Ein Herbstspaziergang durch den Leechwald!

By On 20:27
Den gestrigen, wunderschönen Sonntag nutzten Jakob und ich für einen ausgiebigen Spaziergang in den nahe-gelegenen Leechwald. Er ist "das" Grazer Naherholungsgebiet und wohl das größte zusammenhängende Waldgebiet in der Stadt.

die Enten genießen die letzten ausgiebigen Sonnenstunden beim Hilmteich


eine Eibe


ein herbstlicher Wanderweg - die Bäume haben ihr Laubwerk bereits verloren


hier blüht es noch unermüdlich


eine Reihe von verschiedenen Baumpilzen








Gemeiner Spaltblättling


Wahlfahrtskirche Maria Trost

Donnerstag, 11. November 2010

Darf ich vorstellen: Mein Weihnachtskaktus!

By On 21:23
Nachdem es aus dem Garten keine Neuigkeiten zu berichten gibt, möchte ich Euch gerne meinen Weihnachtskaktus vorstellen, der sich gerade in voller Blüte befindet. Er war ein Wichtelgeschenk von einer Arbeitskollegin im Dezember 2009. Eigentlich hatte ich bisher mit Kakteen eher weniger Glück. Man sieht ihnen leider so schwer an, wenn sie durstig sind und daher sind mir schon einige vertrocknet. Doch dieser nicht, er strotzt vor wundervollen Blüten und fühlt sich auch sonst rundherum pudelwohl, seit dem er die Deckelschildläuse los ist.

Ein paar Infos am Rande - der Weihnachtskaktus heißt eigentlich Schlumbergera und ist nicht frosthart. Fallen die Temperaturen unter 10°C sollte man ihn ins Haus holen.

Fotos mit Blitz







Fotos ohne Blitz