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Dieser österreichische Gartenblog beinhaltet Gartentipps für Blumen, Gemüse und Gärtnern im Topf, interessante Buchvorstellungen und Einblicke in Salzburgs unvergleichliche Natur. Zudem wird fleißig gekocht und gebacken.

Montag, 31. Oktober 2016

Buchtipp: Wohnen in Grün - dekorieren und stylen mit Pflanzen!

By On 06:30

Herbstdeko in orange für das Wohnzimmer

Eines vorweg, auch wenn ich am Blog gemessen mit anderen relativ wenig Dekobilder veröffentliche, dekoriere ich für mein Leben gern. Die bevorzugten Objekte zur Verschönerung unseres Wohnraums bestehen meist aus Porzellan oder Glas. Manchmal werden sie mit Kunstblumen kombiniert, da sich diese bei mir als äußerst langlebig und resistent gegen Ofenhitze und schlechtes Gießverhalten erwiesen haben. 

Herbstdeko orange weiß schwarz Wohnzimmer

Herbstschale mit Teelichtern und Physalis und Kürbis

Gartenbank mit Besenheide

Wohnen in Grün - dekorieren und stylen mit Pflanzen

Doch manche haben das Dekorieren mit "echten" Pflanzen zur Perfektion gebracht. Neugierig geworden durch den Buchtitel "Wohnen in Grün - dekorieren und stylen mit Pflanzen", musste ich die Urban Jungle Bloggers näher unter die Lupe nehmen. Immerhin habe ich bislang noch nie mit Grünpflanzen Akzente in unserem Haus gesetzt. Ein absolutes Neuland für mich. Die beiden Autoren Igor Josifovic und Judith de Graaff, die das Herzstück der Urban Jungle Bloggers (www.urbanjunglebloggers.com) bilden, jedoch abseits dieser Community noch eigene Blogs betreiben, haben mit ihrem Projekt eine weltweite Community aufgebaut. Mitmachen kann, soweit ich informiert bin, ein jeder, wenn bestimmte Spielregeln eingehalten werden. Jeden Monat wird ein anderes "grünes" Thema behandelt.

Herbstdeko Kranz mit Physalis und Chrysanthemen für Hauseingang

Kürbisse beim Hauseingang

Heide mit Kürbiskopf aus Ton

Bei Bloggern hinter die Kulissen geguckt

Im Buch "Wohnen in Grün - dekorieren und stylen mit Pflanzen" werden insgesamt 5 Blogger vorgestellt - mit ihnen jeweils ein DIY, z.B. eine selbstgeknüpfte Blumenampel, sowie 11 verschiedene Pflanzenportraits. Diese reichen von Kakteen, Palmen über Ficus bis hin zu Trascantia und vielen mehr. Informationen zur Pflege fehlen natürlich auch nicht.


Wohne in Grün - Dekorieren und Stylen mit Pflanzen
*Quelle Callwey

Die gezeigten Wohnungen sind sehr modern eingerichtet und weisen verschiedene Stilrichtungen auf, so dass sich jeder irgendwo finden wird. Daneben gibt es zahlreiche Tipps, wie man das Grünzeug schön und stimmungsvoll in Szene setzen kann sowie hilfreiche Zusatzinputs zu den Pflanzen. Interwiews mit den jeweiligen Bloggern fehlen natürlich auch nicht.

Glasbehälter mit Metallrahmen mit organen Vasen und Samenständen

Tablett mit weißen Kürbissen aus Ton und Hagebutten

Das Buch ist perfekt für all jene, die Grünpflanzen lieben und damit gerne ihre 4-Wände aufhübschen möchten. Ich möchte mir persönlich daran ein Beispiel nehmen und sofern es geht in Zukunft mehr mit echten Pflanzen dekorieren. Farblich ist der Post nicht ganz grün geworden, aber ich hoffe, er hat Euch trotzdem gefallen.

Herbstdeko im Wohnzimmer

Türkranz mit beleuchteten Physalis orange

"Wohnen in Grün - dekorieren und stylen mit Pflanzen", Igor Josifovic und Judith de Graaff, 176 Seiten, Callwey, ISBN 978-3-7667-2220-1, € 29,95.

Vielen herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar!

Bis bald und baba!


Freitag, 21. Oktober 2016

Der letzte Rest vom Schützenfest!

By On 06:30
Der wunderschöne warme Altweibersommer hat uns heuer wahrlich für den verregneten Hochsommer entschädigt. Doch die warme, trockene Phase nahm ein jähes Ende als der Oktober mit einem Temperatursturz und viel Regen an die Türe klopfte. Zu diesem Zeitpunkt befand sich noch einiges an Gemüse draußen im Garten: Zucchini, Tomaten, Bohnen, Paprika und Chili. Es war bis dahin einfach nicht die Notwendigkeit gegeben die Beete aufzuräumen. Als es aber dann plötzlich hieß, dass die Höchsttemperaturen zumindest für eine Woche lang unter 10°C liegen würden, musste gehandelt werden. Immerhin sollte die schöne Ernte nicht vergammeln, weil Petrus nun auf Herbst macht. Aber wie immer an solchen Tagen, wo es schnell gehen muss, hat es geregnet. Nach zwei Stunden Werkeln im nasskalten Garten waren wir fertig und alle Schätze waren ins Trockene gebracht. 


Die Paprika und Chili haben wir samt Pflanze mal wieder in den Keller gebracht. Dort standen sie in Kübeln eingefrischt und wir warteten sehnsüchtig auf das Erröten der Früchte. Bei durchschnittlichen Temperaturen von 16°C geht das recht rasch. Innerhalb von ein paar Tagen war in etwa die Hälfte schon rot und konnte verarbeitet werden.


Die Chili-Staude war in den letzten Wochen so üppig gewachsen, dass sie kaum durch die Türe passte. Auch im Stiegenhaus hatten wir mit ihr ein wenig zu kämpfen. 

Die Tomaten waren Ende September schon ein wenig zerlempert. Ich würde zwar nicht sagen, dass sie Braunfäule hatten, aber das Laub sah nicht mehr schön aus. Dennoch befanden sich an den ausgelutschten Ästchen noch jede Menge grüne Früchtchen, die ebenso im Keller nachreiften. 


So viele wie es waren, war klar, dass wir bestimmt noch einmal einkochen müssen. Die reifen Früchte sammelten wir inzwischen im Tiefkühler.

Und hier ist er, der letzte Rest vom Schützenfest. Die Gartensaison ist für heuer beendet, wir müssen einzig und allein noch die Töpfe wegräumen und auswaschen. Zu ernten gibt es nichts mehr.





Wie lange wir in der Küche gestanden sind, um das alles zu verarbeiten und zu waschen, möchtet Ihr gar nicht wissen. Angefangen haben wir mit dem Verkochen der Tomaten. Es dürften so an die 5 Liter Sugo gewesen sein, denn wir füllten mehr als 10 Weckgläser (0,5 Liter). Noch immer sind allerdings Tomaten eingefroren (!).



Mittlerweile folgten auch die Paprika. Ein Jahr ohne gefüllte Paprika geht nämlich überhaupt nicht. Aber auch Chili konnten wir jede Menge ernten. Leider hat der erste Versuch mit getrockneten Chili aus dem Dörrapparat nicht so gut geklappt - sie sind geschimmelt. Aber man lernt aus Fehlern, nun dürfte es geklappt haben.




Gekostet haben wir schon unsere gefüllten Paprika - sie sind köstlich geworden. Das Rezept stammt von meiner Oma. Wir füllen sie immer mit Reis und Faschiertem. Gewürzt wird mit Zwiebel, Knoblauch, Petersilie, Porree und Stangensellerie. Salz und Pfeffer dürfen natürlich auch nicht fehlen. Die Menge Reis war an ein Kilogramm Faschiertes angepasst. Genaue Mengenangaben gibt es hier nicht.


Bis bald und baba!

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Buchtipp: Der schneckenfeste Garten! Oder der ewige Kampf gegen Nacktschnecken!

By On 06:30

Wenn die Schneckenplage um sich greift

Meinen Frust über die kleinen, braunen Schleimer habe ich auf meinem Gartenblog schon oftmals kundgetan. Es ist einfach so ernüchternd, man pflanzt liebevoll etwas an und am nächsten Tag ist davon nichts mehr da. Abgeraspelt! Aufgefressen! Ein etwaiger Rest? Angeschleimt! Da unser Garten etwa 10 Jahre lang brach lag, es viel "Gstaudach" (= Sträucher), Unkraut und morsches Holz gab, konnten sie sich auch unbekümmert in Massen (!) vermehren. Und mit Massen sind auch Massen gemeint. Unter "der" Hecke zum Nachbarn, die vor ein paar Wochen endlich entfernt wurde, kroch des Nachts stets eine ganze Armada an Schleimern hervor. Jakob und ich haben sie so gut es ging regelmäßig abgeklaubt und über der Biotonne zerschnitten. Dies hat den Befall zwar eingedämmt, aber noch nicht ganz auf ein erträgliches Maß schrumpfen lassen. Ich hoffe schwer, dass es nächstes Jahr besser wird.

Gartenblog Topfgartenwelt Topfgarten: Pelargonien sind scheckenfest
*Pelargonien - recht schneckenfest

Der schneckenfeste Garten

Im BLV-Verlag ist zum Thema Schnecken ein tolles Buch erschienen. Wolfram Franke erklärt in "Der schneckenfeste Garten - naturgemäße Abwehr, robuste Pflanzen" wie man den kleinen Widerlingen auf die Pelle rücken kann. Interessant ist vor allem, dass der Autor auf die Herkunft der Schnecke eingeht. Die Schleimer sind hierzulande umgangsspranglich als "Spanische Wegschnecke" bekannt. Angeblich wurden sie durch Gemüselieferungen von der Iberischen Halbinsel eingeschleppt, doch entsprechend neuer Forschungsergebnisse kam "Arion lusitanicus", so der wissenschaftliche Name, zu unrecht zu ihrem schlechten Ruf, denn der ware Plagegeist im Garten ist "Arion vulgaris". Nach der Darstellung des Autors handelt es sich hierbei um eine Schneckenart, die ohnehin in Mitteleuropa heimisch war und sich aufgrund der massiven Umwelteingriffe durch den Menschen unkontrolliert vermehrt. Dazu gibt es wohl verschiedene Ansichten. Laut Wikipedia war die Art ursprünglich in West-/Süd-Frankreich heimisch und verbreitet sich nun als Neozoon (!) in Mitteleuropa. Ich persönlich tendiere auch eher zu den Angaben entsprechend Wikipedia, da ich mich noch gut daran erinnern kann, wie sich die Schnecke von Jahr zu Jahr weiter in meinem Heimatort ausgebreitet hat, bis auch noch den abgelegensten Platz erobert hatte.

Gartenblog Topfgartenwelt Buchvorstellung Buchrezension: Der schneckenfeste Garten - naturgemäße Abwehr, robuste Pflanzen, erschienen im BLV-Verlag

Tipps gegen Schnecken

Nachdem man das "Problem" nicht mehr ganz los wird, muss man sich eben der Situation anpassen. Hierfür hat Wolfram Franke einige gute Tipps parat. Unter anderem gibt er Ratschläge, wie man am Besten mulcht, gießt, kompostiert und Fressfeinde fördert. Immerhin soll ja alles mögliche unternommen werden, um den Schnecken keinen optimalen Lebensraum zu bieten. Ob außer Laufenten noch andere Tiere den Genuss von Arion Vulgaris schätzen, sehe ich skeptisch, denn unsere Igel, Frösche und Vögel haben sie bislang verschmäht. 

Gartenblog Topfgartenwelt Topfgarten: Pelargonien in Blumenkisterl schneckensicher

Schnecken töten oder doch nicht?

Der Autor lehnt das Töten von Schnecken eher ab und empfiehlt vielmehr diese so weit es geht aus bestimmten Bereichen durch Barrieren und Brühen fern zu halten. Oftmals gängige Bekämpfungsmethoden mit Gift, wobei hier die Empfehlung ausdrücklich auf Produkten auf Eisen-III-Phosphatbasis liegt, werden weitgehend abgelehnt. Wie man Schnecken bekämpft, muss wohl jeder selbst mit seinem Gewissen vereinbaren. Möglichkeiten gibt es jedenfalls viele. Mir ist es jedenfalls wichtig, dass die Tiere nicht lange leiden, daher ist für mich die Verwendung von Salz und heißem Wasser ein No-Go.

Gartenblog Topfgartenwelt Herbstanemonen: stehen nicht am Speiseplan von roten Nacktschnecken
*ebenfalls kein Leibgericht von Schnecken: Herbstanemonen

Schneckenfeste Pflanzen

Ein Großteil des Buches wird auch der richtigen Bepflanzung gewidmet. Denn wohl einer der größten Wünsche des Gärtners ist es, ein möglichst schneckenfreies Beet zu haben. Aus diesem Grund wird eine Reihe an Stauden und Gemüsesorten vorgestellt, die bei Schnecken weniger beliebt sind. Zudem findet sich auch eine tabellarische Auflistung von Grünzeug, wo im Detail auf den Gefährdungsgrad eingegangen wird. Offen und ehrlich gibt der Autor aber zu, dass es sich dabei lediglich um Empfehlungen handelt, denn aus Erfahrung weiß er, dass Schnecken nicht überall demselben Speiseplan nachgehen. So können die Tagetes in Garten A ein Festmahl sein, aber in Garten B unangetastet bleiben.

Gartenblog Topfgartenwelt Topfgarten: Pelargonien im großen Topf auf der Terrasse

Ein absolutes Highlight im Buch sind die Pflanzvorschläge der Staudengärtnerei Gaißmayer. Berücksichtigt werden in den Musterbeeten gemeinhin schneckenfeste Pflanzen. Einige der Gewächse, wie z.B. Küchenschelle werden bestimmt Einzug in meinen Garten halten, wenn es wieder Ausfälle wegen Schneckenfraß zu beklagen gibt. Andere Stauden wachsen bereits in meinem Garten und ich kann die guten Erfahrungen mit dem Autor teilen. So bleiben unter anderem Storchenschnäbel, Kugeldisteln und Akeleien weitgehend unbehelligt.

Das Buch gliedert sich in folgende Kapitel: Wachsen, Gedeihen und Leben im Garten; Schnecken und ihre Lebensweise; Schneckenleben im Jahreslauf; Schnecken - nicht töten, sondern fernhalten!; gesunde Pflanzen; Pflanzen, die den Schnecken widerstehen - oder auch nicht und schneckenfeste Stauden.

Ein tolles Buch, welches praktikable Tipps  zum Thema Schnecken bietet.

"Der schneckenfeste Garten - naturgemäße Abwehr, robuste Pflanzen", Wolfram Franke, BLV-Verlag, IBN 978-3-8354-1479-2, 95 Seiten, € 12,99 (DE) / € 13,40 (A).

Vielen herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar!

Baba und bis bald!


Montag, 10. Oktober 2016

Leben am Miniteich!

By On 06:00
Heute nur ganz kurz. Ich kann Euch gar nicht sagen, wie überrascht ich diesen Sommer war als wir einen neuen Mitbewohner im Garten entdeckten. Beim neuen Zeitgenossen handelt es sich um einen kleinen braunen Frosch, welcher ab und an mal ein Bad im Miniteich nimmt. Ansonsten hat er es sich wohl häuslich unter den Taglilien und dem Buchsbaumersatz eingerichtet.


Begeistert war er sichtlich nicht als ich ihn mit Kamera und Taschenlampe gestört habe....


Damit es etwas bunter um den Miniteich wird, habe ich übrigens die Nelken, welche nur eine sehr eingeschränkte Blühdauer haben, durch Witwenblumen (Skabiosen) ersetzt. Diese habe ich gemeinsam mit Sterndolden und Frauenmantel bei der Staudengärtnerei Gaißmayer bestellt. Die Pflänzchen sahen nach der langen Reise zwar etwas angeschlagen aus (sie mußten einige Stunden im Lieferwagen des Zustellers verbringen, da dieser anfangs unser Pickerl mit der Bitte auf Hinterlegung ignorierte), sind aber mittlerweile gut angewachsen und bilden bereits die ersten Blüten. Die Auswahl der angebotenen Pflanzen hat mich fast umgehauen.


Zwar habe ich schon öfter einmal damit geliebäugelt Pflanzen zu bestellen, doch die Versandkosten nach Österreich haben mich immer davon abgehalten. Seit wir jedoch Nähe der deutschen Grenze wohnen, kann man Dank Anbietern von Lieferadressen auch entsprechend inner-deutscher Konditionen bestellen. Dies ist wesentlich günstiger und für uns ist es nach Freilassing ein Katzensprung, sofern es aufgrund der Grenzkontrollen bei der Einreise in die Bundesrepublik nicht zu Staus kommt.


In diesem Jahr habe ich jedoch nicht nur die Staudengärtnerei Gaißmayer probiert, sondern auch die Baumschule Horstmann sowie die Baumschule Eggert. Ebenfalls hier stimmte die Qualität. In erster Linie versuche ich die Pflanzen vor Ort zu kaufen, aber oftmals fehlt die Auswahl. So war z.B. in der ganzen Umgebung kein Kriecherl aufzutreiben. Enttäuschend! Erst im Online-Handel wurde ich fündig.

Wie macht Ihr das? Bestellt Ihr auch Pflanzen online?

Bis bald und baba!

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Buchtipp: Morden wie gedruckt!

By On 06:00

Futsch ist die Blogroll

Wenn es so etwas wie Herbststress gibt, dann hat er uns jetzt so richtig erwischt. Am Wochenende haben wir den letzten Rest geerntet und das war ganz schön viel. Mit der damit verbundenen Verarbeitung werden wir noch länger beschäftigt sein, doch davon ein anderes Mal mehr. Zudem würde ich dies eher als positiven Stress einstufen. Negativ sehe ich vielmehr, dass Google meine Blogroll verschwinden hat lassen. Ich nutzte sie quasi als Feed-Reader und gestern war sie plötzlich weg. Samt ihrem Inhalt. Von etwa 200 Blogs sind im Moment nur 20 vorhanden. Ich muss so gut es geht, alle wieder zusammen suchen. Wer ist noch von diesem Problem betroffen?

*Jaques Cartier

Der zweite Fall von Walter Dollinger

Aber lieber zu etwas ganz anderem. Vor einiger Zeit überraschte mich der blv-Verlag mit Walter Dollingers zweiten Kriminalfall. Die Überraschung ist wirklich geglückt, denn der Zeitpunkt hätte nicht besser sein können. Eine perfide Sommergrippe hatte mich erwischt und ließ mich meinen Geburtstag im Bett verbringen. Selbst beim Poltern meiner Freundin konnte ich nicht dabei sein, weil mich der Virus noch immer nicht losgelassen hatte. Ein richtiger Mist eben. Dafür hatte ich genug Zeit den Krimi in einem Zug zu lesen, was im normalen Alltag ohnehin kaum möglich ist. Ein spannendes Buch ist ohnehin tausendmal besser als die Decke anzustarren oder der ewig gleiche Schund im Fernsehen.

* Arthur Bell erbarmte sich im Herbst doch noch und zeigte eine schwache Nachblüte...

Letztes Mal ermittelte Walter Dollinger, ein wegen Erkrankung frühpensionierter Geologe, welcher für verschiedene Chemiefirmen tätig war zum ersten Mal in der Radieschen-Mörder. Nun muss aber der Held des Autoren Bernd Flessner seine Tochter unterstützen. Diese arbeitet seit Kurzem als Lektorin im blv-Verlag in München und wird unglücklicherweise in einen Mordfall verwickelt. Dieser ereignet sich exakt zur 70. Geburtstagsfeier des Verlages. Einem äußerst beliebten Schriftsteller, dessen Metier das Verstehen von Gemüsepflanzen ist, wird auf der Party zum Geburtstag des Verlages das Licht ausgeblasen. Der Kreis der Verdächtigen ist groß, hatte er sich doch mehr als genug Feinde gemacht.
Kommissar Schwerdtfeger, ein alter Bekannter, welcher von Erlangen nach München versetzt wurde, nimmt rasch die Ermittlungen auf. Walter Dollinger macht sich parallel dazu auf Spurensuche, um seiner Tochter sowie dem Verlag aus der Bredouille zu helfen. Schnell muss er feststellen, München ist nicht das beschauliche Biberbach. Zudem erstreckt sich der Aktionsradius des Opfers bis nach Salzburg, was die Aufklärungsarbeit ebenfalls erschwert. Als auch noch eine weitere Leiche auftaucht, wird die Situation immer brenzliger.

*De Resht kann der Rosenrost nichts anhaben

Echte Fakten gut versteckt

Ich habe das Buch genossen und fand es fast noch spannender als den ersten Teil. Auch musste ich ein paar Mal schmunzeln, Bernd Flessner verknüpft geschickt Fiktives mit Realem. So feierte der blv-Verlag tatsächlich heuer sein 70 jähriges Bestehen und bekam auch seine Lizenz nach Kriegsende von den Alliierten verliehen. Ebenfalls ist der blv-Verlag sicher einer der bekanntesten Gartenbuchvorlage im deutschsprachigen Raum. Witzig fand ich es auch, dass den in Salzburg handelnden Personen ein österreichischer Slang verpasst wurde.

 *Rotes Meer zeigte ihre Blüten überhaupt erst spät im Jahr, wir haben sie allerdings auch erst heuer gesetzt...

Aber warum es dem erfolgreichen Gartenliteraten an den Kragen ging, verrate ich Euch nicht. Dafür müsste Ihr das Buch schon selbst lesen!

"Morden wie gedruckt - Tod im Gartenbuchverlag",  Bernd Flessner, BLV-Verlag, ISBN 978-3-8354-1396-2, 271 Seiten, € 9,99 (DE) / € 10,30 (A), als E-Book € 7,99.

Vielen herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar!

Bis bald und baba!