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Dieser österreichische Gartenblog beinhaltet Gartentipps für Blumen, Gemüse und Gärtnern im Topf, interessante Buchvorstellungen und Einblicke in Salzburgs unvergleichliche Natur. Zudem wird fleißig gekocht und gebacken.

Freitag, 28. April 2017

Topfgarten: Sollte man im Garten oder im Topf besser eine Zwergkirsche oder eine Säulenkirsche pflanzen? Was ist zu beachten - Zwergbaum vs. Säulenbaum?!

By On 06:30

Die alte Zwergkirsche im kleinen Garten

Letztes Jahr habe ich Euch schon einmal erzählt, dass unsere Zwergkirsche ein eher bescheidenes Leben, geplagt von Monilia und der Schrotschußkrankheit, fristete. Insbesondere die Monilia wurde jedes Jahr schlimmer und fand letztes Jahr aufgrund der feuchten Wetterlage optimale Bedingungen vor. Die Zwergkirsche erholte sich davon nicht mehr. Auch die Zwergringlotte wollte selbst nach einigen Jahren nicht so recht anwachsen oder gar Früchte tragen - mehr als zwei, drei von Würmern bewohnte Exemplare gab es nie. Nach reiflicher Überlegung haben wir uns dann noch letzte Gartensaison dazu entschlossen beide kränkelnden Zwergbäume zu entfernen und Platz für Neues zu schaffen. Grundsätzlich sollten die Zwergbäume wieder durch jeweils einen kleinwüchsigen Kirschbaum ersetzt werden. Große Bäume oder selbst kleinere Buschbäume passen bei uns einfach nicht so recht auf das Grundstück. Der oftmals gepredigte Tipp die Pflanzen einfach durch Schnittmaßnahmen klein zu halten, ist bestimmt nicht schlecht, aber bei einer verfügbaren Fläche von etwa 20m² wohl ein eher gewagtes Vorhaben, wenn die Veredelungsunterlage bereits einen starken Wuchs bedingt. Somit war das Angebot eher beschränkt, denn der Kirschbaum der Wahl musste unbedingt für einen kleinen Garten oder im Notfall sogar für einen großen Topf passen, somit mussten wir uns entweder zwischen einer weiteren Zwergkirsche oder einer Säulenkirsche entscheiden - unser Topfgarten wurde quasi überarbeitet :)

Gartenblog Topfgartenwelt Topfgarten: Sollte man lieber eine Zwergkirsche oder eine Säulenkirsche pflanzen?

Säulenkirsche oder Zwergkirsche - was passt besser in einen Topfgarten bzw. in einen kleinen Garten?

Da wir mit der Zwergkirsche nicht ganz so gute Erfahrungen gemacht haben und ich nach einiger Recherchearbeit herausgefunden habe, dass ein Zwergbaum generell krankheitsanfälliger ist als andere Züchtungen, haben wir uns nun für einen Säulenbaum bzw. drei verschiedene entschieden. Die Krankheitsanfälligkeit kann ich bei der Zwergnektarine nicht bestätigen, aber vielleicht betrifft dies auch eher die Zwergkirsche und die Zwergbirne. Falls Ihr jetzt den Zeigefinger heben wollt um mich darauf aufmerksam zu machen, dass es gar keine echte Säulenkirsche gibt und diese spezielle Wuchsform lediglich dem Apfel vorbehalten ist, habt Ihr natürlich vollkommen Recht! Eine echte Säulenkirsche gibt es nicht, auch wenn in einer Baumschule in der Nähe, die damit wirbt Experte auf diesem Gebiet zu sein, das Gegenteil behauptet wird. Eine Säulenkirsche ist kurzum lediglich auf einer sehr schwachwachsenden Unterlagen veredelt. Eine Säulenkirsche bildet daher im Unterschied zum Apfel auch Seitenästchen, diese können aber auf 2-3 Augen eingekürzt werden und entwickeln sich zu Fruchtholz. So kann die Säulenkirsche recht schmal erzogen werden und nimmt nicht viel Raum in Anspruch - wesentlich weniger als ein Buschbaum. Eine Säulenkirsche ist daher ebenfalls perfekt für einen Topfgarten geeignet, sofern der gewählte Topf groß genug ist.

Gartenblog Topfgartenwelt Topfgarten: Säulenbäume sind gesünder als Zwergbäume, daher viel die Wahl auch auf eine Säulenkirsche und nicht auf eine Zwergkirsche.
Als wir die Baumform geklärt hatten, standen wir jedoch vor dem nächsten Problem. In sämtlichen Gärtnereien und Baumschulen wurde nur die Sorte Sylvia angeboten, teils sogar als selbstbefruchtend - der nächste Schwachsinn. Sylvia braucht eine zweite Sorte um Früchte hervorzubringen und wie das bei Kirschen so ist, darf das nicht irgendeine sein, sondern nur die passende. Die Sorten passen dann zusammen, wenn sie zur selben Zeit blühen. In den so genannten "Fachbetrieben" eine fundierte Auskunft zu bekommen, war fast so gut wie unmöglich. Also musste, wie halt in solchen Fällen üblich, das Internet herhalten. Nach stundenlanger Suche und Einholung von Gegenreferrenzen habe ich schlussendlich eine passende Kombi gefunden: Sylvia (selbstunfruchtbar), Sara (selbstfruchtbar) und Regina (selbstunfruchtbar, keine klassische Säulenkirsche - quasi ein Fakebäumchen - aber ein guter Befruchter). Regina habe ich ein wenig unüberlegt gekauft, diese Säulenkirsche sah einfach gut aus und ich habe dem Etikett vertraut. Sollte man bei heiklen Sachen lieber nicht machen. Dieses gibt die Sorte fälschlicherweise auch als selbstfruchtbar aus. Sollte diese Säulenkirsche für unser Gärtchen doch mal zu groß werden, muss sie halt wieder gehen.

Gartenblog Topfgartenwelt Topfgarten: Was beim Kauf einer Säulenkirsche zu beachten ist, erfährst Du hier.

Noch ein paar Anekdoten aus der Baumschule und der weitere Ausblick

Die Säulenkirsche Sara war beim Kauf ein wenig von der Schrotschußkrankheit befallen und wurde, so gut wie möglich, mit einem Fungizid behandelt und stand eine Zeit lang vor Regen geschützt unter dem Dachvorsprung, damit es zu keiner weiteren Ausbreitung kam. Lieber im Vorfeld ein wenig Chemie anwenden als dann wieder Ärger haben. Dazu noch eine Anekdote: die Mitarbeiterin der Baumschule, in welcher ich die Säulenkirsche Sara gekauft habe, meinte doch allen Ernstes, die Biene macht bei den Pollen keine Unterschiede, es reiche aus, wenn Äpfel und Birnen usw. in der Nähe seien und schon könne man Kirschen ernten. Hä? Wie war das noch einmal mit den Bienchen und Blümchen? Manchmal kann man sich einfach nur auf den Kopf greifen. Ist Euch so etwas auch schon mal passiert?

Gartenblog Topfgartenwelt Topfgarten: Die Kirschensorten Sara, Regina und Sylvia passen perfekt zueinander - welche Kirschensorten sollte man kombinieren?passen

Neben den Säulenkirschen ist letztes Jahr auch ein Kriecherl eingezogen. Zu Deutsch eine wilde Mirabelle. Einen solchen Baum wollte ich schon immer mal haben. Es ist zwar kein klassischer Zwergbaum, aber er kam trotzdem in den Topf und hat den ersten Winter gut überstanden. Das Kriecherl erweitert den Topfgarten wunderbar. Ich habe es übrigens bei einer Versand-Baumschule bestellt und bin mit der Qualität sehr zufrieden. Hätte ich mir nicht gedacht. Und da wir gerade dabei sind, vielleicht ziehen heuer noch Säulenbirnen im Garten ein. Irgendwie fehlen die noch.

PS: Die Bilder von den Kirschblüten habe ich vor dem großen Kälteeinbruch aufgenommen. Als ich das letzte Mal unter das schütztende Vlies blickte sahen sie noch gut aus, aber nachdem sich das Wetter nicht stabilisiert, bin ich eher skeptisch, dass wir heuer eine Ernte haben werden.


Bis bald und baba!
Kathrin


Mittwoch, 26. April 2017

Gartenmesse Stuttgart 2017: das grüne Bloggertreffen, die Veranstaltung und Impressionen der Stadt hier am Gartenblog!

By On 06:30

Gartenmesse Stuttgart 2017 - das grüne Bloggertreffen

Heuer am 22.04.2017 fand zum zweiten Mal das grüne Bloggertreffen auf der Gartenmesse Stuttgart statt. Eingebettet war diese überaus liebevoll organisierte Veranstaltung in das Rahmenprogramm rund um Outdoor und Ambiente. Sämtliche teilnehmende Gartenblogger wurden mit ihren Begleitpersonen im Pressezentrum herzlich von den Organisatoren in Empfang genommen. Doch es war nicht geplant, lange dort zu verweilen, sondern wir machten uns zügig gemeinsam auf den Weg in die Gartenhalle. Dort erwartete uns schon Christel Ströbel, auch bekannt als die Kräuterfrau. Etwa 45 Minuten lang konnten wir ihrem sehr interessanten Vortrag über Wildkräuter lauschen und nebenbei Kräutersmoothies als auch Brot mit Wildkräuterbutter verkosten. Danach bot sich entspannt die Möglichkeit mit den anderen Bloggern in Kontakt zu kommen. Bis auf den Gartenblog "Garteninspektor" von Dani und "Yeoldiekitchen" waren mir die übrigen Teilnehmer bislang unbekannt, aber es ist toll, durch solche Bloggertreffen neue Kontakte knüpfen zu können.

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Stuttgart 2017: Deko Blumengesteck mit Glasvasen

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Stuttgart 2017: Bericht über meinen Besuch der Gartenmesse sowie Einblicke in die Stadt

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse 2017: Überblick über die Gartenhalle

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Stuttgart 2017: Brot mit Wildkräuterbutter, grünes Bloggertreffen

Gartenmesse Stuttgart 2017 - unser Eindruck

Wie bereits 2016 waren mein Mann und ich von der Gartenmesse und auch all den anderen zeitgleich stattfindenden Messen begeistert. Im Gegensatz zum letzten Jahr gab es heuer auch mehr Stände, die Pflanzen verkauften. Der Schwerpunkt lag insbesondere auf Kräutern. Natürlich konnte ich da auch nicht widerstehen und so sind ein Stöckerl Bärlauch, echte Kamille und ein ausdauernder Lauch in ein Sackerl gehüpft und wurden nach Österreich importiert. Ich hoffe schwer, dass ihnen die Salzburger Landluft gut tun wird und sich vor allem der Bärlauch an seinem neuen Wohnort kräftig ausbreitet, denn nächstes Jahr möchte ich auch ein wenig davon ernten können. Geboten wurden aber nicht nur Kräuter, Rosen und Orchideen, sondern auch themenbezogene Vorträge, mit Tipps z.B. für Pflanzen, die von Schnecken gemieden werden. Vom Verband der Landschaftsgärtner wurden zudem auch zahlreiche Schaugärten organisiert, wobei jeder für sich einen wunderbaren Anblick bot. Es war für jeden Geschmack etwas dabei. Ganz hin und weg war vor allem ich vom großen Dekoangebot für den Garten. Der Garten braucht zwar nicht so viel Deko, aber ein wenig muss es schon sein. Ein kleiner Schwimmfrosch durfte daher mit. Sein Kollege ist letztes Jahr über den Sommer kaputt gegangen. Alles in allem war es ein perfekter Tag auf der Messe. Vielen herzlichen Dank an das ganze Team der Messe Stuttgart, dass der Gartenblog "Topfgartenwelt" heuer wieder dabei sein durfte.

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Stuttgart 2017: Deko Schwimmfrösche für Gartenteich 

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Stuttgart 2017: Orchideen

Stuttgart und Umgebung für den Gartenblog

Nachdem man von Salzburg aus kommend doch vier Stunden mit dem Auto nach Stuttgart braucht, verbanden wir den Aufenthalt auf der Gartenmesse mit einem verlängerten Wochenende in der Stadt am Neckar. Eigentlich wollten wir uns zuerst das Porsche-Museum in Zuffenhausen anschauen, entschlossen uns aber dann spontan lieber ein wenig Ahnenforschung zu betreiben. Die Vorfahren von Jakob stammten ursprünglich aus Hechingen. Die Stadt unterstand dem Adelsgeschlecht der Hohenzollern, die auch nicht unweit davon im 19. Jahrhundert ihren Stammsitz, die Burg Hohenzollern, zu einer wahrhaft imposanten Erscheinung ausbauten. Die Besichtigung war total spannend, leider war es saukalt. Ein eiskalter Wind umspielte den Felsen und ließ uns frösteln. Im alten Gemäuer selbst war es auch nicht viel wärmer, so dass wir uns zum Abschluss in der Burgschenke bei Maultaschen und Klöpsen aufwärmten. Und da wären wir dann beim Thema Essen - die schwäbische Küche ist gut, wir haben nie schlecht gegessen, aber manchmal für den österreichischen Gaumen ein wenig gewöhnungsbedürftig. Irritiert hat mich vor allem das panierte Schnitzel mit Tunke und gerösteten Erdäpfeln. Würde man in Österreich in dieser Kombination nie Essen :) Vielmehr angetan waren wir da schon vom Pulled Pork Burger auf der Messe, den verführerischen Nachspeisen vornehmlich aus Äpfeln oder dem schwäbischen Wurstsalat. Aber so ist das nun einmal, man fährt ja auch wo anders hin, um die dortige Küche probieren zu können. Ich hoffe, jetzt ist niemand beleidigt, wenn ich das hier mal so am Gartenblog festhalte.


Gartenblog Topfgartenwelt Stuttgart: bei Nacht
*) Stuttgart bei Nacht

Gartenblog Topfgartenwelt Stuttgart: bei Nacht Blick auf die Kirche

Gartenblog Topfgartenwelt Stuttgart: Blick auf das Stadtschloss

Gartenblog Topfgartenwelt Stuttgart: Stadtschloss mit Brunnen

Gartenblog Topfgartenwelt Stuttgart: Staudengarten bei Schloss Hohenheim
 *) Park bei Schloss Hohenheim

Gartenblog Topfgartenwelt Stuttgart: Schloss Hohenheim
*) Schloss Hohenheim

Gartenblog Topfgartenwelt Stuttgart: eingeschossene Glasscheibe in der Calwergasse ausgestopft mit einem Kücken
*) eingeschossene Glasscheibe in der Calwergasse

Gartenblog Topfgartenwelt Burg Hohenzollern: Blick auf die Burg
 *) Burg Hohenzollern

Vielen herzlichen Dank nochmals an die Messe Stuttgart für diese Kooperation und Gratulation zum Besucherrekord.

Bis bald und baba!
Kathrin

Mittwoch, 19. April 2017

Der April macht was er will oder wie man seine Pflanzen vor Spätfrost am Besten schützt!

By On 06:30

Der April macht was er will...

Eigentlich hatte ich für heute ein anderes Thema am Tableau. Ich wollte Dir von unserer wunderschönen Kroatienreise, Sonne, Meer und Strand erzählen, vielleicht noch ein bisschen vom Garten oder doch ein neues Buch vorstellen. Aber aus gegebenen Anlass habe ich meine Pläne über den Haufen geworfen. Eine Kaltfront rückt an und hat Schnee und Spätfrost im Gepäck. An und für sich ist das nichts Außergewöhnliches im April, doch da es im März und auch im April selbst an einigen Tagen bereits sehr warm war, stehen viele Pflanzen, vordergründig Obstbäume und Beerensträucher bereits in voller Blüte. Weder Austrieb noch zarte Früchtchen halten den Spätfrost aus. Hat Deutschland diese Wetterlage schon eher erwischt, steht sie uns in Österreich erst jetzt ins Haus. Insbesondere die kommenden beiden Nächte sollen heftig werden. Der April macht sich damit alle Ehre und macht was er will.

Gartenblog Topfgartenwelt Wetter: Im April droht immer wieder Spätfrost, 4 Tipps wie Du Deine Pflanzen schützen kannst. Apfelblüte im Schnee.
*) Blüte Säulenapfel

Gartenblog Topfgartenwelt Wetter: Von Spätfrost sind auch Tulpen bedroht.

Wie schützt mant seine Pflanzen am Besten vor Spätfrost?

Da man nun das launische Aprilwetter nicht ändern kann, muss man anderweitig Vorsorge treffen. Doch wie sollte diese Aussehen? Wie schützt man seine Pflanzen am Besten vor einem perfiden Spätfrost, der die gesamte Ernteaussicht über Nacht zunichte machen kann? Nun ja, es gibt dafür verschiedene Möglichkeiten, jeder muss für sich die passende finden, aber schau mal her:

Gartenblog Topfgartenwelt Wetter: 4 Tipps wie Du Deine Pflanzen vor Spätfrost schützt.


1. Wetterheizen
Eine doch recht alte Methode ist das Wetterheizen. Wurde die Ernte von Spätfrost bedroht, so zündeten die Bauern Feuer etwa gegen 4 Uhr in der Früh (knapp vor Sonnenaufgang ist es stets am Kältesten) in den Obstgärten an und "verwachelten" den Rauch. Damit wurde sichergestellt, dass die Temperatur lokal nicht unter den Gefrierpunkt sank. Nunja, nachdem es heutzutage in den meisten Gegenden nicht mehr möglich ist, einfach nach Belieben im Garten ein Feuer zu entfachen, muss auf einfachere Methoden zurückgegriffen werden. 

Gartenblog Topfgartenwelt Wetter: Auch Kirschen sind vor Spätfrost nicht gefeit.
*) Blüte Säulenkirsche

2. Grablichter
Nachdem, wie bereits festgehalten, ein prasselndes Feuer für die meisten nicht in Frage kommt, aber man vielleicht doch mit dem Feuer spielen will, sind Grablichter eine gute Alternative. Grablichter sind relativ günstig und entwickeln unter der metallernen Schutzkappe in kleinen Grüppchen doch eine enorme Hitze. Geeignet ist diese Vorgehensweise aber wohl eher für Zwergbäume und Säulenobst, denn mit 3 bis 4 Grablichtern wird man keine große Baumkrone schützen können. Zum Anzünden muss man wie beim Wetterheizen früh aus den Federn.

Gartenblog Topfgartenwelt Wetter: Der Wintereinbruch im April 2017 war recht heftig.
Gartenblog Topfgartenwelt Wetter: Nicht nur Spätfrost, sondern auch batziger Schnee macht den Obstbäumen im April 2017 zu schaffen.

Gartenblog Topfgartenwelt Wetter: gelbe Tulpen im Schneeregen

3. Beregnen
Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass diese Schutzmaßnahme gegen Spätfrost von einem toskanischen Bauern durch Zufall entdeckt wurde. Er hatte als einziger vergessen, die Bewässerungsanlage über Nacht abzustellen, es trat unerwartet Spätfrost auf und seine Pflanzen überstanden die eisigen Stunden unbeschadet, während bei den anderen alles kaputt war. Durch das Wasser hatte sich langsam eine zarte Eisschicht gebildet, die die Pflanzen, insbesondere die Blüten, vor  dem spontan hereinbrechenden Spätfrost schützte. Ich persönlich erachte diese Variante nicht unbedingt als für den Hausgebrauch tauglich :)

Gartenblog Topfgartenwelt Wetter: Kirschblüten im Schnee Ende April 2017

4. Einwickeln mit Vlies
Meine Pflanzen schütze ich am liebsten gegen Spätfrost mit Vlies. Da in unserem Garten eigentlich nur Zwerg- und Säulenobst wächst, geht das ziemlich gut. Die Pflanzen wickle ich gut ein und mache das Vlies mit Kluppen (=Wäscheklammern) fest. Bei der Anbringung des Vlieses sollte man große Öffnungen vermeiden, um dem Wind keine Angriffsfläche zu bieten. Hat man kein Vlies zur Hand oder es ist zu wenig kann man auch mit alten Hand- oder Leintüchern aushelfen. Hier muss man allerdings darauf achten, dass beides recht schwer werden kann, wenn es nass wird.

Gartenblog Topfgartenwelt Wetter: lila Tulpen im Schnee

Der Zwerg-Marillenbaum blühte ja schon vor ein paar Wochen. Inzwischen zeigen sich bereits die ersten kleinen Früchte. Letztes Jahr hat der Baum durch Spätfrost alle Fruchtansätze verloren. Leider! Heuer haben wir den Zwergbaum so gut es ging mit Vlies und zusätzlich noch mit Handtüchern eingewickelt. Ebenso sind wir mit der Zwerg-Nektarine verfahren. Sie behielt ihre Früchte letztes Jahr trotz Frost, doch diese wiesen allesamt Schäden auf und waren nicht genießbar.


So sieht es im Moment im Garten aus: Sämtliche Säulenbäume die blühen, wurden unter Vlies versteckt. Hoffentlich überstehen sie die vorhergesagten kalten Nächte halbwegs unbeschadet.

Gartenblog Topfgartenwelt Wetter: Säulenobst geschützt durch Vlies vor Spätfrost

Wie schützt Du Deine Pflanzen vor Spätfrost? Tust Du Dir die Arbeit an oder überlässt Du Deine Gartenbewohner einfach ihrem Schicksal? 

Gartenblog Topfgartenwelt Wetter: verschneite Säulenapfelblüten

Update am 20.04.2017

So sah es in der Früh im Garten aus:

Gartenblog Topfgartenwelt Wintereinbruch im April: Blick auf das Gewächshaus und den Gemüsegarten

Gartenblog Topfgartenwelt Wintereinbruch im April: Tulpen mit Schneehaube

Gartenblog Topfgartenwelt Wintereinbruch im April: Blick auf den Miniteich mit verschneiten Tulpen


Bis bald und baba!
Kathrin (nicht Doris...;))

Samstag, 15. April 2017

Frohe Ostern 2017 und ein Blick in den (verregneten) Frühlingsgarten, ein Interview von mir bei Beetfreunde.de und einiges mehr!!

By On 06:30

Frohe Ostern

Zu allererst möchte ich Dir und Deinen Lieben Frohe Ostern wünschen. Die Zeit bis zum Fest ist ja heuer rasant vergangen. Kurz bevor es so weit ist, ist immer ganz viel zu tun. Alles kann ich Euch jetzt noch nicht verraten, aber am Gartenblog wird es demnächst wieder bunter. Auch werde ich mich bemühen in den nächsten Tagen wieder ein wenig mehr zu kommentieren. Es geht ja gar nicht, wenn man so überhaupt nicht mehr up to date ist. Und weil ich gerade beim Thema bin - hast Du schon alle Osternester versteckt? Ich war jedenfalls schon fleißig. Außerdem habe ich noch Osterpinzen und ein Osterlamm gebacken.

Gartenblog Topfgarenwelt Ostern: Hornveilchen als Frühlingsdeko

Gartenblog Topfgartenwelt Ostern: Frohe Ostern 2017

Für alle Schnellentschlossenen das Rezept für die Osterpinzen habe ich von hier. Die Zubereitung ging recht rasch und das Ergebnis sieht schon einmal gut aus. Verkosten werden wir es aber erst :)

GartenblogTopfgartenwelt Ostern: Osterpinze mit Rezept und Osterlamm aus Sandmasse

Ein Blick in den Frühlingsgarten

Obwohl das Wetter miserabel (Regen und Kälte) ist, tut sich im Garten so einiges. Mittlerweile blühen die Kirschbäume, Tulpen sowie einige der Dichternarzissen. Die Hornveilchen von der floralen Osterdekoration sind endlich gut angewachsen und zeigen zahlreich ihre bunten Köpfchen. Die Terrasse wurde ein wenig umgestaltet - wir haben uns nämlich ein Outdoor-Wohnzimmer eingerichtet. Benützt haben wir es bislang noch nicht, da uns der Regen immer einen Strich durch die Rechnung machte. Aber kommt doch einfach mit:

Gartenblog Topfgartenwelt Ostern: Hornveilchen und Keramikeier als Deko


Gartenblog Topfgartenwelt Ostern: Hornveilchen als Blumenschmuck

Gartenblog Topfgartenwelt Ostern: weiße Hornveilchen als Blumendeko

Gartenblog Topfgartenwelt Ostern: Hornveilchen mit Osterhasen

Gartenblog Topfgartenwelt Ostern: Bellis

Gartenblog Topfgartenwelt Ostern: Dichternarzissen

Die Tulpen blühen zwar alle sehr hübsch, jedoch keine einzige in der Farbe, welche auf der Packung abgebildet war. Das ist wohl das Risiko, wenn man beim Discounter einkauft. :)

Gartenblog Topfgartenwelt Ostern: Tulpen im Blumenbeet

Gartenblog Topfgartenwelt Ostern: bunte Tulpenmischung im Blumenbeet

Interview bei Beetfreunde.de

Von Silvia, bekannt als das Garten Fräulein, wurde ich im Zuge des Beetfreunde.de - Partnerprogramms interviewt. Auf der Seite Beetfreunde.de bietet Silvia gemeinsam mit ihrem Kollegen Bio-Saatgut an und gibt wertvolle Tipps zur Kultur desselben. Aber auch darüber hinaus gibt es umfangreiche, vielseitige Informationen zum Thema Garten. Vielleicht schaust Du ja einmal vorbei. Das Portal ist sehr liebevoll und interessant gestaltet.

Zu guter letzt...

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Monika vom Gartendeko-Blog. Ich habe bei Ihr die April-Ausgabe des Magazins Wohnen & Garten gewonnen. Der Beitrag über ihre Gartenkeramik ist wirklich lesenswert.

Zudem möchte ich die Gewinner für die Gartenmesse 2017 in Stuttgart bekannt geben, etwas früher als geplant, da die Messe bereits am 18. öffnet. Ich gratuliere Renee vom Blog Minutenpause und Marion von Licht trifft Schatten ganz herzlich. Viel Spass auf der Messe - vielleicht sehen wir uns ja. Ich würde mich sehr freuen. Heike, Christine, Antje und Petra Berting dürfen Ihr Glück noch einmal beim Garteninspektor versuchen und werden wie die anderen Gewinner per E-Mail verständigt.


Bis bald und baba!


Sonntag, 9. April 2017

Gartenmesse: Blühendes Österreich 2017 - Wels!

By On 06:30

Eine Gartenmesse jagt die andere 

Wie im Beitrag "Natürliche, moderne Osterdeko für den Garten - Hasen, Eier, Bellis, Hornveilchen und Moos" berichtet, findet die Gartenmesse: Blühendes Österreich 2017 vom 7. bis 9. April in Wels statt. Also genau dieses Wochenende. Wir haben die Messe am Samstag besucht und waren beigeistert. Immerhin haben wir inzwischen einen guten Vergleich, denn wir haben nun schon mehrere Gartenmessen besucht. Die Veranstaltung "Blühendes Österreich" jährte sich heuer zum 25. Mal - ein Jubiläum. Um diesen besonderen Anlass gebührend zu feiern, wurde eine spezielle, weiße Orchidee angeboten. Gereizt hätte sie mich schon, aber mit diesen Exoten habe ich einfach kein Glück. Ich habe noch jede Orchidee um die Ecke gebracht. Es war stets nur eine Frage der Zeit. Meistens ging es schneller als gedacht. Wem es gleich geht wie mir, der hat vielleicht mit der Balkonblume des Jahres 2017 dem Bidens "feurigen Franzl" - eine echte Bienenweide - oder der Ananaskirsche "freche Fritzi" mehr Freude.

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse: Blühendes Österreich 2017

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Blühendes Österreich 2017: Gartendeko

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Blühendes Österreich 2017: Springbrunnen

Blühendes Österreich 2017 - die Hightlights

Zu sehen gab es auf der Gartenmesse wie schon die Jahre zuvor wirklich viel. Angetan waren wir vor allem von den Kunstwerken, die im Zuge des Lehrlingswettbewerbs der Floristen entstanden sind. Die blühenden Arrangements waren einfach ein Traum. Zu finden waren sie in derselben Halle wie die Schaugärten. Auch bei diesen wurden weder Kosten noch Mühen gescheut. Sie reichten von geradlinig und einfach bis kreativ und bunt. Zudem konnte man an zahlreichen Ständen die unterschiedlichsten Pflänzchen erwerben. Mir sind natürlich die vielen Kräuter, Tomaten und Chili ins Auge gestochen, doch darüber hinaus gab es auch fleischfressende Pflanzen, Zitrusse, Duftpelargonien und vieles mehr. Aber auch das Staudenangebot konnte sich sehen lassen. Hier bliebt ich allerdings nicht so standhaft wie bei den Orchideen - insgesamt 12 Pflänzchen hüpften in mein Sackerl und ziehen nun in unserem Garten ein.

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Blühendes Österreich 2017: Staudenangebot

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Blühendes Österreich 2017: Rexgläser und Konservierung

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Blühendes Österreich 2017: Orchideen
*) Die weiße Orchidee gab es zum Jubiläum.

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Blühendes Österreich 2017: Orchideen Blütenarrangements


Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Blühendes Österreich 2017: Brunnen aus Ton

Das Rahmenprogramm für Dauer der Gartenmesse Blühendes Österreich beinhaltet auch zahlreiche Vorträge von Bio-Gärtner Karl Ploberger oder Schnecken-Experten Wolfram Franke, der sein Buch "Der schneckenfeste Garten" (im Sommer 2016 habe ich darüber eine Rezension veröffentlicht) näher vorstellte. Neben bienenfreundlichen Gärtnern sind die kleinen Schleimer heuer ebenfalls ein Thema, welches in aller Munde ist.

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Blühendes Österreich 2017: Lehrlingswettbewerb der Floristen Kranz mit rosa Rosen
*) Die folgenden Bilder zeigen die Kunstwerke, welche im Zuge des Lehrlingswettbewerbs der Floristen entstanden sind.

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Blühendes Österreich 2017: Lehrlingswettbewerb der Floristen weiße Rosen

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Blühendes Österreich 2017: Lehrlingswettbewerb der Floristen rosa Rosen und Sterndolden

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Blühendes Österreich 2017: Lehrlingswettbewerb der Floristen rosa Rosen mit Grün

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Blühendes Österreich 2017: Lehrlingswettbewerb der Floristen Bellis und Narzissen

Das haben wir vermisst...

Ein wenig enttäuscht waren wir, dass in diesem Jahr keinen Stand gab, der Rosen (ich meine nicht die kleinen Topfrosen) für den Garten verkaufte.  Auch schien es, dass der Bereich, welcher von Ikea und Bellaflora gestaltet wurde, etwas kleiner war als die Jahre davor. Positiv ist allerdings, dass andere Bereiche wiederum größer ausgebaut wurden. 

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Blühendes Österreich 2017: Schaugarten mit Töpfen

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Blühendes Österreich 2017: Schaugarten mit Töpfen aus Cortenstahl und eine überdachte Laube

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Blühendes Österreich 2017: Schaugarten mit bunten Vasen

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Blühendes Österreich 2017: Schaugarten mit Wasserfondäne

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Blühendes Österreich 2017: Schaugarten mit Gemüse in Kisten

Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass neben der Gartenmesse Blühendes Österreich die Urlaub- und Campingmesse stattfand. Neben Wohnmobilen, Wohneiern und Zelten stellten sich Tourismusorte aus ganz Österreich vor. 

Gartenblog Topfgartenwelt Gartenmesse Blühendes Österreich 2017: Schaugarten mit Balkonblume des Jahres Feuriger Franzl Bidens
*) Balkonblume des Jahres Bidens Feuriger Franzl

Warst Du heuer auch schon auf einer Gartenmesse?

Vielen herzlichen Dank an die Gartenmesse Blühendes Österreich für die Kooperation.

Bis bald und baba!